Nachweihnachten auf Hiddensee

Eis und Schnee soweit das Auge reicht.
Manchmal auch Nebel, der einen ringsum in Watte hüllt.
Unendliche Stille am kilometerlangen Strand.
Dunkelste Dunkelheit und Millionen von Sternen in der Nacht.
Orte wie ausgestorben. Egal ob Tag oder Nacht.
Eiskristalle, wie die schönsten Schmuckstücke.
Gischt, formvollendet wie tausend schwungvolle Pinselstriche.
Die Ostsee mehr als hundert Meter weit unter dicken Eispanzern weggesperrt.
Sonst könnten wir das Rauschen vom Dünenhaus aus hören.
Am ersten Tag:
Vorfreude auf verschiedene Dinge, wie zur Ruhe kommen, Zeit für Bücher, Zeit zum Nichtstun.
Nach drei Tagen:
Alle ist verlangsamt. Das Datum vergessen. Erholung getankt für einen ganzen Urlaub.
Nach einer Woche:
Noch mehr verlangsamt. Die Insel fast dreimal zu Fuß umrundet. Den Postboten und die (Winter-)Busfahrer täglich gegrüßt. Alle verfügbaren Hörspiele zu Ende gehört.
Nach zehn Tagen:
Noch immer nicht am Meer satt gesehen. Jeden Tag ein neues Foto von der Küste. Das Festland in unendlicher Ferne. Aber die Fähre wartet schon auf die Überfahrt.
jetzt kommentieren? 18. Januar 2011














