Landpartien. Für Berliner. An einem perfekten Sonnabend.

Willkommen im Wochenende, Berliner. Was tun, an einem Sonnabend? Einem Sonnabend, der schon am Morgen danach aussieht, ein perfekter Sonnabend zu werden? Gas geben. Land gewinnen. Brandenburger Land gewinnen.Zwischen den Welten pendeln. Welten, die unterschiedlicher kaum sein können: Die Welt Berlin. Die Welt Brandenburg. Raus aus der sonnenbestrahlten gelb-grauen Häuserschlucht namens Prenzlauer Allee. Hinein in eine volle, leere Weite namens Schorfheide. Das Radio bespricht Kinderbücher aus Indien. Im Gegensatz zu Indien sieht man in der Schorfheide keine Menschen. Nicht, wenn man über das Land fährt. Nicht in den sonnenbestrahlten gelb-grauen Dörfern. Nicht auf dem Dorfanger. Nicht vor den Häusern. Leer: Die Schorfheide ist menschenleer. Voll: Die Schorfheide ist ausdrucksstark, eindrucksvoll. Wälder, Seen, Wiesen, Felder, Kühe, endlose Alleen. Das Auto am Waldrand stehen lassen. Natur. Luft. Sauerstoff-Overkill. Kälte, die in die Ärmel kriecht. Geruch nach modrigem Holz und frischen Kiefernadeln. Nasser Boden, der unter den Schuhen quietscht. Zwitschernde Vögel. Knackende Wipfelkronen. Vereiste Pfützen. Moorastige Uferlandschaft. Geschichten erzählende Baumrinden am Boden. Weggeworfener Hausrat neben dem Weg. Ein Hochstand am nächsten. Baumkronen, die sich im Wasser spiegeln. Riechen. Sonne auf der Nasenspitze spüren. Auf Moos laufend. An den Händen fassend. Kleinigkeiten entdeckend. Und am Abend dieses perfekten Sonnabends – volltrunken von Eindrücken – nach Berlin zurückkehrend.
bisher 1 Kommentar 25. Februar 2007






