Zwischenhoch
15.April 2008

Wenn Berlin im Frühling erwacht, lässt sich diesem Vorgang Jahr für Jahr eine immer gleiche Formel zugrunde legen: Ist die Dauer der Sonneneinstrahlung größer oder gleich der Verzehrdauer eines Milchkaffees, füllen sich schlagartig, Parks, Gehwege und anliegende Straßencafés mit einer bestimmten, aber noch überschaubaren Menge von Berliner Bürgern.
In dem Moment, in dem sich die Dauer der Sonneneinstrahlung auf einen x-beliebig größeren Zeitpunkt ausdehnt, verlassen annähernd 100 Prozent der automobilen [sprich: bewegungsfähigen] Berliner fluchtartig ihre Höhlen. In der Folge kommt es zu unüberwindlichen Stauungen auf allen begehbaren Anlagen, Platzarmut in Freiluftanlagen und Cafés sowie endlosen Reihungen von Individuen [sprich: Schlangen] vor Eisdielen.
Um es auf einen Nenner zu bringen: Berlin im Frühling ist Sonne auf der Nase ist zirpende Vögel im Gebüsch ist schwitzende Einmalsportler auf Joggingpfaden ist erster Eiskrem- und Milchkaffeehöchstverbrauch des Jahres ist Pfützenhindernislauf im Görlitzer Park ist strahlende Liebespaare allerorten ist Stau an den Tischtennisplatten ist dramatische Erhöhung der Fahrradunfallgefahr am Landwehrkanal ist Lifemusik an …
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bisher 2 Kommentare Eigenen Kommentar schreiben
1. anke | 25.April 2008 at 13:57
in weiter ferne so nah!
…)
es ist melancholisch, erinnerungsvoll und gut, den berliner frühling auch am rhein zu riechen!!! danke!
und bringt einen kleinen schmerzlichen gedanken, dass man zu lange nicht mehr dort war, wo es so ambivalent scönschnöde ist, wenn der winter geht…..
es grüsst sehnsüchtig eure anke (erwartungsvoll auf euren besuch
2. Änne | 27.April 2008 at 14:48
Na dann bestell schon mal schönes Wetter für Ende Mai/Anfang Juni. Änne
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