Zwischenhoch

Wenn Berlin im Frühling erwacht, lässt sich diesem Vorgang Jahr für Jahr eine immer gleiche Formel zugrunde legen: Ist die Dauer der Sonneneinstrahlung größer oder gleich der Verzehrdauer eines Milchkaffees, füllen sich schlagartig, Parks, Gehwege und anliegende Straßencafés mit einer bestimmten, aber noch überschaubaren Menge von Berliner Bürgern.
In dem Moment, in dem sich die Dauer der Sonneneinstrahlung auf einen x-beliebig größeren Zeitpunkt ausdehnt, verlassen annähernd 100 Prozent der automobilen [sprich: bewegungsfähigen] Berliner fluchtartig ihre Höhlen. In der Folge kommt es zu unüberwindlichen Stauungen auf allen begehbaren Anlagen, Platzarmut in Freiluftanlagen und Cafés sowie endlosen Reihungen von Individuen [sprich: Schlangen] vor Eisdielen.
Um es auf einen Nenner zu bringen: Berlin im Frühling ist Sonne auf der Nase ist zirpende Vögel im Gebüsch ist schwitzende Einmalsportler auf Joggingpfaden ist erster Eiskrem- und Milchkaffeehöchstverbrauch des Jahres ist Pfützenhindernislauf im Görlitzer Park ist strahlende Liebespaare allerorten ist Stau an den Tischtennisplatten ist dramatische Erhöhung der Fahrradunfallgefahr am Landwehrkanal ist Lifemusik an …
bisher 2 Kommentare 15. April 2008







